Papstukunden des frühen und hohen Mittelalters
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Pius-Stiftung für Papsturkundenforschung

Akademie der Wissenschaften zu Göttingen

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Zum Jahre 2007 wurde das Projekt „Papsturkunden des frühen und hohen Mittelalters“ in das Programm der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen aufgenommen. Das Akademieprojekt ist Teil des umfassenden Großvorhabens der Pius-Stiftung und verfolgt wie jene das Ziel, die bis zum Pontifikatsbeginn Innozenz´ III. (1198) ausgestellten Papsturkunden und sonstigen Papstkontakte zu erfassen und der Wissenschaft zugänglich zu machen.
Mit dem Akademieprojekt ist es nun erstmals möglich, das bisher ausschließlich von ehrenamtlichen Mitarbeitern getragene Gesamtunternehmen durch hauptamtliche Bearbeiter zu unterstützen. Damit verbunden ist eine inhaltliche Neuausrichtung und Schwerpunktverlagerung in der Papsturkundenforschung. Während mit den bisher publizierten Regestenbänden vor allem die Papstbeziehungen in dem Gebiet des Heiligen Römischen Reiches und seiner angrenzenden Regionen (Italien, Deutschland, Frankreich) erfaßt wurden, soll es in den kommenden 15 Jahren darum gehen, den päpstlichen Einfluß in den „Randzonen“ des Ostens und Westens aufzuarbeiten. So rücken nun vor allem die bis jetzt wenig behandelten Gebiete der Iberischen Halbinsel (Iberia Pontificia) und Ostmitteleuropas (Bohemia Pontificia, Dalmatia-Croatia Pontificia, Hungaria Pontificia, Polonia Pontificia) in den Vordergrund.
Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt des Akademievorhabens liegt in der vollständigen Neubearbeitung der zweiten Auflage der Regesta pontificum Romanorum von Philipp Jaffé von 1885/88. Neben den von Jaffé noch nicht berücksichtigten Dekretalen und Legatenurkunden sind zahlreiche, mittlerweile neu aufgefundene Stücke in das umfassende Regestenwerk einzuarbeiten; auch die Bibliographie zu den einzelnen Regesten soll auf den neuesten Stand gebracht werden. Durch die Aktualisierung der Regesta pontificum Romanorum können die Früchte von über 100 Jahren Papsturkundenforschung einer breiten wissenschaftlichen Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

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